Paula’s Bilder: Not your average Fotoblog

Fotografieren. Das war vor einigen Jahren mal das absolute Trendhobby. Auf Facebook hat man plötzlich jede Woche eine neue Einladung bekommen, eine dieser Fotografie Seiten seiner Freunde zu liken. All das hat in mir einiges an Vorurteilen geschürt. Um Fotogblogs habe ich meist einen Bogen gemacht, ich dachte eben, dass sei immer das gleiche, kaum ehrlicher Content, dass die meisten einfach nur einem Trend folgen als wirklich zu meinen, was sie da teilen.

Entweder lag ich da von vorn herein falsch oder in Punkto Fotoblogs hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Wenn man sich heute eine Weile auf Tumblr und Co tummelt, wird man feststellen, dass das nichts mehr mit Einheitsbrei zu tun hat. Keine Fotos mehr von immer gleichen Blumen, abgerissenen Verkehrsschildern und Mädels mit Luftballons. Nein, diese Fotoblogs die ich in letzter Zeit im Netz entdeckt habe, lassen sich überhaupt nicht mit denen, die mir von Facebook so in Erinnerung geblieben sind vergleichen. Als ich mich mehr und mehr in die Thematik hinein wand überkam mich schon ein schlechtes Gewissen, über meine Vorurteile.

Lange Rede kurzer Sinn, folgenden Blog habe ich mir herausgepickt und Paula war so nett mir einige Fragen dazu zu beantworten.

Als ich ihre Antworten las, war ich sehr erfreut zu lesen, dass uns ähnliche Erfahrungen verbanden und ich konnte endlich den Finger drauflegen, warum ich ausgerechnet sie angeschrieben hatte.

Ein großer Teil von Paula’s Blog zeigt ihre Reise nach Neuseeland letztes Jahr. Das sind die Bilder, die mich am meisten angesprochen haben. Zum einen, weil sie mich mit meiner eigenen Geschichte verbinden. Zum anderen, weil Paula hier etwas zeigt, dass leider sehr in Vergessenheit geraten ist.

Eine Reise, das ist mehr als nur das Verlassen des Wohnortes. Mehr als das Kennenlernen neuer Kulturen und Menschen, mehr als das Erweitern des Horizonts. Der Punkt am Reisen ist, wie es dich verändert.

Als ich 2011 ein Jahr in die USA aufbrach war das zu aller Erst nur spannend und aufregend. Alles war neu und aufregend, ein riesiges Abenteuer eben. Heute weiß ich, dass das vielleicht 1-2% dieser Reise ausgemacht hat. Diese Erfahrung hat jeden einzelnen Tag meines restlichen Lebens geändert.

Jede Entscheidung die ich mache, jeden Schritt den ich gehe, alles wird davon bestimmt.

Wenn man reist, dann ist wird man sensibel für alles was um einen herum passiert. Als ob dein Gehirn wüsste, dass hier etwas maßgebliches für den Rest deines Lebens passiert. Es schaltet auf „Aufnahme“ und lässt sich verändert.

Mit ihren Fotos fängt Paula all das ein. Neuseeland. Das ist ein wunderschönes Land, das ist den meisten wohl klar. Aber wenn sich ihre Bilder von diesen Atemberaubenden Landschaften ansieht, dann sieht man, was Paula auf ihren Reisen erlebt hat. Man sieht, warum dieses Land sie und andere verändert hat. Man spürt, die „Magie“ des Reisens.

Man sieht das wesentliche.

Paula und ihr Freund, sind mit ihrem angesparten Geld nach Neuseeland geflogen, haben ein Auto gekauft und sind einfach gefahren. Ohne sich von Geld leiten zu lassen, ohne ihrem Luxusanspruch zu folgen, ohne Wissen zu müssen man am Ende des Tages sein würde. „Alles war wichtig, weil nichts wichtig war.“

Auch das sieht man in diesen Bildern.

Wie das Wesen eines Menschen sich anpasst. An ein Land, an eine Erfahrung, an ein neues Leben, an neue Werte, an die Veränderung selbst. Das lässt keinen Zweifel daran, dass genau das, was da passiert richtig ist. Es lässt keinen Zweifel daran, dass es das ist, wofür man auf der Welt ist. Diese Bilder geben einem einfach ein gutes Gefühl. Man fühlt sich davon merkwürdig erheitert, wenn man sich durch Paula’s Seiten klickt. Es beweist, dass wir die Erde nicht bevölkern um „zu Hause“ über Flüchtlinge und die CDU zu maulen. Diese Blogs zeigen uns, was passiert, wenn man lernt auf einander zu zugehen. Gerade in dieser Welt in der wir heute Leben, gerade in Deutschland, kann man gerade von solchem Content am aller meisten lernen. Das ist nicht nur „wieder so ein Foto Blog, über eine die nach’m Abi nach Neuseeland gegangen ist“, das ist der Leitfaden für alle, die nicht wissen was ihre Aufgabe in der Welt ist. Das ist wichtig für jeden, der so verblendet von Hass-Facebook und Fake-Instagram ist, dass er verlernt hat das Positive in Dingen zu sehen, die er nicht versteht. Das ist eine Auszeit für jeden, der seinen Blick auf etwas Neues lenken möchte. Seht selbst und lasst euch inspirieren, von Paula’s Bildern und anderen.

 

Danke Paula, für deine Ehrlichkeit und dein Feedback!

 

Meinung zum Reisen, Fotografieren, Paula oder diesem Artikel? Ab in die Kommentare!

Ich soll das nächste Mal lieber über Dich schrieben? Schau mal hier!

 

 

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2 Kommentare zu „Paula’s Bilder: Not your average Fotoblog

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