In 3 Schritten: Poledancing – ELLEMARIELLEMARI

Sehr coole Entdeckung gemacht! Ich spare mir das Vorgeplänkel und lege direkt los:

Abgesehen von Bloggern, die ich interviewen kann suche ich auch sehr intensiv nach Leuten im Netz, die ungewöhnlichen oder kontroversen Hobbys nachgehen. Oder aber nach Leuten, die ihrem Hobby mit so einer Leidenschaft nachgehen, dass ich einfach nicht umhin kann, sie näher kennenlernen zu müssen.

Warum könnte ihr hier nachlesen, aber erst hier zu Ende lesen, natürlich. 🙂

Marielle, ist knapp 20 Jahre alt und eine extrem leidenschaftliche, trainierte und talentierte Poledancerin.

Die Problematik dieses Sport muss ich, denke ich nicht weiter erklären. Poledancerinnen, sind keine drogensüchtigen, strippenden Frauen, die in in zwielichtigen Erotiklokalen ihren Lebensunterhalt verdienen, sondern Frauen und Männer, die sehr anspruchsvolle Akrobatik und Tanz an einer Stange ausüben. Und wie mit allen Sportarten und Hobbys kann man das eben ab und zu aus Spaß an der Freude mal machen, oder man macht es eben direkt mal richtig.

Hier ein kurzer Überblick, über all das was Marielle mir zu ihrem Hobby erzählen konnte:

1. Poledancing, ist nichts für Zimperliche. „Haut an der Stange lassen“, „Blaue Flecken“ und „Verbrennungen“, hört sich nicht gerade nach Ponnyhof an.

2 .Auch hatte ich nicht den Eindruck, dass Poledancing eine schnelle Funaktivität ist, für sonntägliche Langweile. Diese Sportler müssen körperlich extrem gut drauf sein, gelenkig, gedehnt, trainiert.

Ich selbst jogge und schwimme seid vielen Jahren und kann mich nicht erinnern, wann ich mich das letzte mal auch nur ansatzweise in der Lage gefühlt habe Kopfüber an einer Stange zu hängen und mich zu drehen. (So zu Beispiel. Ja, das ist Marielle)

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3. Viel wichtiger jedoch ist Folgendes: Dieser Sport ist extrem charakterbildend. Abgesehen von den Dingen, die einem fast jeder Sport beibringt: Durchhaltevermögen, Selbstbewusstsein etc. etc.

Poledancing stellt seine Sportler auf eine harte Probe. Abgesehen davon als billig oder als Stripperin tituliert zu werden, ist es denke ich das Schlimmste, wenn dein Hobby für das du so viel Zeit und Energie verwendest nicht im entferntesten Ernst genommen wird. Damit umzugehen und trotzdem weiter zu machen erfordert mehr als nur Charakterstärke. Es zeigt, wie sehr man für seine Sache brennen kann und muss.

Ich kann euch daher nur sehr Marielle’s Instagram und Blog empfehlen. (Hier findet ihr auch das komplette Interview mit den original Fragen). Es ist super inspirierend zu sehen, wie selbstbewusst sie sich mit ihrem Hobby präsentiert. Immerhin hab ich zum Beispiel schlappe 4 Jahre gebraucht, bis ich das erste mal etwas Geschriebenes von mir online gestellt habe. Und Schreiben ist nun wirklich ein verruchtes Hobby.

Zurück zu Marielle.

Sie und viele andere, sind ein Denkzettel für alle verklemmten Langweiler, die meinen sich über die Hobbys der anderen auslassen zu müssen, während das eigene Leben an ihnen vorbei zieht. Das ist ein Mahnmal für alle, die meinen die Leistungen anderer herunter zu setzen, denn sie werden merken, dass diese albernen Poledancer, sportlicher sind, mehr können, mehr leisten und besser aussehen als sie.

Das ist sehenswert für jeden, der mit sich hadert und Dinge nicht tut, weil er weiß dass er dafür seltsame Blicke und Reaktionen anderer ernten wird. Und ja, diese Reaktionen und Blicke werden kommen, aber es lohnt sich. Oder, um es mit Marielle’s Worten zu sagen:

Solche Leute kann ich nur belächeln… Vorurteile beruhen immer auf Unwissenheit, die Mühe alle aufzuklären mache mir aber nicht. Die Zeit brauch ich für mein Training.“

Und vielleicht lohnt es sich gerade deswegen um so mehr. In diesem Interview habe ich vielleicht 1% von Marielle kennengelernt, aber von dieser Schlagfertigkeit, diesem Selbstbewusstsein und dieser Entschlossenheit kann sich quasi jeder eine Scheibe abschneiden.

 

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Keep it up!

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9 Kommentare zu „In 3 Schritten: Poledancing – ELLEMARIELLEMARI

  1. Sehr toller und interessanter Beitrag. Ich wäre definitiv zu unsprotliche für Poledancing, da muss man ja, wie du auch schon geschrieben hast, topfit sein. Obwohl ich den Sport an sich echt super finde.

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  2. Wollte Poledance immer schon mal ausprobieren, hat sich aber leider noch nicht ergeben. Es erfordert viel Kraft und Geschicklichkeit und ich liebe ja Herausforderungen, von dem her glaub ich dass mir das richtig gefallen würde. Auf den Bildern sieht es wahnsinnig gut aus. Vielleicht komme ich ja demnächst dazu.

    Lg Marina

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  3. @Eleonora
    Du hast natürlich recht, dass man nicht direkt ein Profi ist, wenn man ohne mukis anfängt.. aber ich macht und unterrichte jetzt schon länger und hab wirklich immer mal Mädels die nicht Fit sind und auch mal Übergewichtig und auch die machen echt krasse Fortschritte-vorausgesetzt natürlich, dass sie regelmäßig trainieren ! 🙂 und auch ältere Semester gehen echt ab. Habe zum Beispiel eine über 50 jährige im Studio, die alle möglichen Sachen über Kopf macht und immer besser wird !
    Also Mädels, einfach mal versuchen ! Ihr habt ja nichts zu verlieren 🙂

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