Zum Karfreitag

Ich möchte den heutigen Feiertag nutzen, um dieses Thema zu beleuchten, weil es vermutlich keinen Tag gibt, der unpassender wäre um über’s Tanzen zu schreiben.

Ist zwar schon so, dass jeder Tag ein gewisseses Maß an Potential hat, sei es ein Montag, egal ob Schnee, Regen oder Kälte, Arbeit oder Wochenende, Schule oder Urlaub. Aber ein Tag im Jahr, stellt dieses Prinzip auf eine derart harte Probe. Karfreitag. Ich hasse Karfreitag. Ich bin generell kein Fan von Feiertagen, weil alle Geschäfte zu haben und die Regierung mir quasi vorschreibt, dass ich daheim bleiben soll und ein Fest feiern, an das ich nicht Glaube, aus Gründen die keiner Versteht, mit Ritualen, die niemand Ernst nimmt. Karfreitag treibt das ja aber obendrein noch auf die Spitze. Keine Veranstaltungen, keine Musik, keine Parties, keine Flohmärkte oder Sonstiges, die Schwimmbäder haben zu und draußen regnet es ununterbrochen. Fazit: Ich kann kein Sport machen, nicht einkaufen, nicht in die Stadt (mit einem triftigen Grund) und auch sonst keinen guten Vorwand finden mich aus dem Haus zu bewegen. Was allerdings noch viel wichtiger und schlimmer ist: Dieser Feiertag verbietet es mir tanzen zu gehen. Und das gleich an zwei Abenden.

Für mich gibt es da eine Theorie: Das Wochenende ist ja bekanntlich dazu da um die Batterien wieder aufzuladen, sich geistig ein bisschen von der Arbeitswoche zulösen um am Montag wieder besser durchzustarten. Für viele klingt das nach Schlaf und Erholung, was auch definitiv zielführend ist.Teilweise.

Meine Theorie wäre allerdings, dass eine durchtanzte Nacht mindestens den gleichen Effekt hat. Und mehr noch, diese Nächste sind für mich in Punkto Energie und Inspiration viel erträglicher als Filme und Jogginghosen.

Alle behaupten ja immer, dass Clubs und Partys irgendwie im nachhinein immer scheiße sind, aber ich kann das 0 unterschreiben. Ich liebe die Menge und die Hitze, wenn es draußen 3 Grad sind und man drinnen im T-Shirt schwitzt. Ich liebe die Leute und die positive Energie, die in der Luft liegt, weil sich niemand mehr über den Alltag sorgt, schon wenn er draußen in der Schlange steht. Die Freude, wenn ein gutes Lied angespielt wird und man den Blick von seinen Freunden sucht und sich alle denken „Perfekt!“. Für jeden gibt es DIE Musik. Ob nun im Club, oder auf Konzerten. Diese Musik in Kombination mit den Leuten, mit denen ihr sie teilt ist das Rezept für das Gefühl, von dem ich Rede.

Dieses Gefühl kann und muss man konservieren! Das ist die Euphorie die man mit in die nächste Woche nehmen muss. Arbeiten und am Wochenende Party verträgt sich nicht? Wenn man Freitag rausgeht, ist der Samstag für die Tonne? Blödsinn. Die Müdigkeit ist natürlich ein Problem, aber wenn man den Alkohol weg lässt, spricht nichts dagegen, am nächsten Tag aufzustehen, sich einen starken Kaffee zu kochen und die Energie von letzter Nacht in etwas Gutes umzusetzen. In der Ruhe liegt überhaupt kein bisschen Kraft. Ruhe macht einfach nur träge und langweilig, das hätte Jesus auch nicht gewollt.

Danke Karfreitag.

 

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Ein Kommentar zu „Zum Karfreitag

  1. Oh man, ich kann dich völlig verstehen. Obwohl ich nie auf Partys gehe, verstehe ich es genauso wenig wie du, warum uns vorgeschrieben wird diesen Tag zu feiern. Auf der einen Seite versteh ich es sogar ein bisschen, den Leuten die den Tag nutzen und wirklich einen Glauben vertreten, mit Respekt gegenüber zu treten. Aber warum muss man dazu jegliche Türen schließen und uns „zu Hause einsperren?“ Das Thema ist auf jeden Fall eine Diskussion wert.
    Liebst, Katja
    http://www.amoureuxee.de

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