Wie wird man eigentlich… Modedesignerin? // Veronique

English

Hier ist, was ich zur Antwort dieser Frage von Veronique lernen konnte:

Veronique studiert Modedesign. Jene, dieser seltsamen Geschöpfe die einen diese Studienplätze bekommen haben, die es eigentlich gar nicht zu geben scheint. Denn die Konkurrenz ist so groß und die Aufnahmebedinungen so utopisch, dass auch Veronique, wie bestimmt viele andere den Versuch überhaupt nicht wagen wollten. Träume sind Träume, aber vielleicht unbewusst übernimmt man von vornherein gar nichts weiter um diese Wirklichkeit werden zu lassen. Man verschiebt sie wieder auf die Zeit in der man schläft und sucht sich am wahren Leben etwas anderes um glücklich zu werden.

Aber eines kann ich, wie auch Veronique euch mit Sicherheit sagen. Wenn das, was ihr da ignoriert wirklich euer großer Traum ist, dann wird er kommen und euch heimsuchen. Dann ist es vorbei, mit den erholsamen, träumerischen Nächten.
So startete auch Veronique einen Versuch und er glückte. So fing sie an Mode zu designen, im Studium, so was zum Beispiel:

spa

Mythen & Fakten

1. Nein, Modestudenten tragen nicht nur selbst genähte und designte Klamotten. Zum einen der Tatsachen geschuldet, dass der Tag nur 24 Stunden hat und zum anderen, weil man sich auch mal von seiner Arbeit weg bewegen musst. Autoren, die nur schreiben und nie lesen, denen wird irgendwann der Stoff ausgehen. Irgendwann ist man in seiner eignen Kreativität so gefangen, dass man keinen Tropfen Inspiration mehr in sich hat.
Und außer dem Leidenschaft hin oder her, aber niemand kann den ganzen Tag an der Uni vor der Nähmaschine sitzen und am Abend zu Hause direkt munter weiter nähen. Das kann für niemanden gesund sein.

veronique6

2. Instagram, ist nicht das Casting, was einen berühmt macht. Nicht alle Kreativen sind auf Instagram aktiv, um ihre Karriere zu pushen.
Veronique hat einen wunderschönen Instagram Account, über den ich auch auf sie Aufmerksam geworden bin. Aber diese Page ist keine Dauerwerbefläche für ihre Arbeiten. Immerhin kann Veronique sich ja auch nicht selbst bezahlen und Pamela Reif ist sie auch nicht.
Es geht viel mehr darum zu teilen. Und das ist etwas wunderbares. Nicht alles, was sie sich überlegt ist auch immer umzusetzen, aber alles was sie sich überlegt wird gezeichnet. Eine Idee, die einen realen Lebensraum hat: Stift und Papier. Und diese Arbeiten sind wirklich zu schade um sie der Welt vor zu enthalten und auf diesem Zeichenblock zu versauern.
Abgesehen davon, scheint Veronique etwas sehr entscheidendes verstanden zu haben: Wer lernt, muss auch lehren wollen.
Weil sie vor Beginn des Studium so wenig Insights in diese Ausbildung bekommen hat, teilt sie hier ihr Leben, mir allen die wissen wollen, was eine Mode Studenten wirklich so macht. Denn einfach nur Mode zu designen ist mit Sicherheit ein entscheidender Aspekt, aber auch nicht der einzige. Instagram ist zum teilen da. Und Vero teilt und sie macht es verdammt gut!

veronique8

3. Echte Designerstücke sind Null Alltagstauglich. Modedesigner machen Kunst. Kunst ist zum angucken da, nicht zum tragen.
So wie ich Vero verstanden hab, gibt es da solche und solche. Sicher hat es einen Reiz sich im Studium an Stücke zu wagen, die einfach nur den Sinn haben wunderschön auszusehen. Das ist meiner Meinung nach eine wunderbare Daseinsberechtigung für ein Kleidungsstück. Denn besonders nach dem Studium entfällt für viele Jungdesigner diese Freiheit oft, da gibt es dann Auftragsgeber und Kleidung soll vor allem verkauft werden, tragbar sein.
Ich, als hart arbeitende Steuerzahlerin, weiß dass die beste Kleidung die ist, die man gerne anzieht, bequem ist und im besten falle auch noch günstig ist. Im Design trennen sich vielleicht die Künstler von den Handwerken. Auch wenn Veronique mit Sicherheit auch als Künstlerin zu verstehen ist, verschreibt sie ihr Talent letztlich doch eher den Stücken, die getragen und geliebt werden. Hier kommt es auf die Schnitte und die Schnittführung an. Keine Hexerei, keine exotischen Prints, keine Rüschen oder Steine. Keine Blumen und aufregende Roben, keine Schleppen und durchsichtige Shirts. Anziehsachen. Aber gut gemacht, besonders gemacht, außergewöhnlich gemacht. Und vor allem, gemacht von einer Designerin, höchst persönlich, die weiß was ein gutes Kleidungsstück leisten muss.

vero4.semester

4. Individuelles Modedesign ist eine Nische, weil alle nur noch den Trends hinter laufen.
Ich würde Veroniques Antwort darauf mal so auf den Punkt bringen:
Eine Hand wäscht die andere.
Trends gehören zu unseren Leben dazu, sie sind überall. Im Sozialen, auf der Straße, auf euren Handys, in eurer Beziehung, in eurem Kleiderschrank. Alles was ihr tut und für gut oder normal empfindet ist vermutlich mit einem Trend zu erklären. Aber das wunderbare an diesen Trends ist, dass sie so kurzlebig sind. Jedes mal, wenn ein neuer zum Fenster hereinfliegt bestäubt er alle mit seinem Blütenstaub. Wir sind die Tulpen. Wir sprießen aus unseren Knospen, strecken unsere Blütenköpfe und noch einigen Wochen oder Tagen, haben wir uns an dieser Welt satt gesehen, verblühen und gehen ein. Und genau an diesem Punkt, ist der Zeitpunkt da, wo ein neuer Trend seine Flügel aufspannt und los fliegt. Und weil es nur eine Gattung von Bienen auf diesem Planeten Millennials gibt, ist es nur logisch das Trend A und Trend B miteinander verwand sind. Familienmitglieder sind im Wesen meist gleich. Manchmal tanzt jemand aus der Reihe, aber wenn diese Generation von uns gegangen sind, gleichen die Enkel wieder den Großeltern. Und so weiter.
Fragen?


Schreib über mich

Advertisements

4 Kommentare zu „Wie wird man eigentlich… Modedesignerin? // Veronique

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s