Der Blick zurück: Pokemon Go, Promi Big Brother, Ich bin ein Star: Google Trends

Willkommen zurück! Ich hoffe ihr hattet einen ganz zauberhaften Montag und freut Euch genauso auf diesen Artikel wie ich 😉

Hier ist die Fragestellung: Wie kann man ein Licht auf das werfen, was die Menschen in 2016 bewegt hat? Ganz einfach, man schaut sich an, wofür sie sich interessiert haben. Und gottseidank gibt es ein Tool, was genau diese Informationen offen legt: Google Trends. Ich habe das mal recherchiert und stelle für Euch zusammen, was uns Google über 2016 erzählen kann:

 

Januar

Alan Rickman und David Bowie. Der Tod einer öffentlichen Person beschädigt meiner Meinung nach immer auch ein bisschen sein lebendes selbst. Plötzlich gehen die Leute wieder hin, kaufen Platten und Filme, die sie gar nicht mögen. Es tut mir leid, dass David Bowie in diesem Jahr nicht wegen seiner Musik, sondern wegen seines Todes im Zentrum der Interesse war. Es tut mir leid, dass die Leute nicht über Alan Rickmans Erfolge als Schauspieler lesen, sondern über sein Verscheiden am Anfang dieses Jahres. Mit auf dieser Liste, besonders in Deutschland waren übrigens auch Helena Fürst und die Fußball EM. Allerdings nicht das Dschungel Camp selbst, oder die schlimme Silvester Nacht in Köln.

 

Februar

Google hat im Februar Aufschluss darüber gegeben, was sich die Deutschen wohl nicht selbst ausrechnen können: Ist 2016 nun ein Schaltjahr, oder nicht? Ebenfalls eher schlechte Nachrichten: Das Zugunglück in Bad Aibling, oder der Tod von Peter Lustig. Die Amerikaner haben unterdessen angefangen, sich nach Bernie Sanders zu erkundigen, anscheinend zu spät, denn wie die Wahl ausgegangen ist, wissen wir ja auch ohne Google Trends.

März

Ich hab leider den Faden verloren, was genau dort wissenswert war, aber Kim Kardshian ist hier weltweit wieder auf die 2 geklettert. Das mag an meinem Desinteresse liegen, oder aber es handelt sich hier um ein regelmäßig wiederkehrendes Phänomen, dass ich keinen triftigen Grund dafür finde. Auch im März fällte die Bildungslücke der Deutschen in Punkto Kalender auf: Wann ist noch mal der Frühlingsbeginn? Ansonsten ein auffallend ereignisloser Monat: Kaum Ausschläge, nichts passiert, nicht zu Fragen.

April

Was hier passiert ist, hat mich damals persönlich extrem bewegt – im besten Sinne. Jan Böhmermann wurde wegen eines Satire Gedichts vor Gericht gezerrt und hat eine Frage an die Oberfläche gebracht, die nicht mehr so recht verschwinden möchte: Wie weit darf Sartire gehen? Und: Was für ein Staat ist die Türkei einfach. Eine Bagatelle, wie der Fehltritt eines Satirikers, wenn man das überhaupt Fehltritt nennen sollte, hat vielen Menschen ein ziemlich klares Bild über ein Land gegeben, was schon seit extrem langer Zeit mit Brüssel kuschelt. Das hat viele Menschen interessiert. Viel mehr noch als über Prince‚ Tod und (gottlob) mehr noch, als die genauen Daten von Muttertag, Vatertag und Pfingsten. Danke dafür.

Mai

Langsam, so könnte man meinen, hat sich hier das Sommerloch eingeleutet, was ich sich letztlich gar nicht als Loch herausstellte. Vielmehr war der Mai die Ruhe vor dem Sturm. In den Köpfen der Menschen war der EuroVisionSongContest, vielleicht aus fieberhafter Freude, vielleicht weil viele Menschen neben mir, Google brauchen um herauszufinden, wer dort gewonnen hat. Gebracht hat es nichts, ich könnte es leider immer noch nicht sagen, gehts euch auch so?

Juni

Die Briten entscheiden sich aus der EU aus zutreten und die Deutschen Googeln nichts außer Fußball. Immerhin heißt das, dass die Deutschen nach dem Brexit nicht googeln mussten, was der Brexit überhaupt bedeutet, ganz im Gegensatz zu den Briten selbst. Es ist schon ein ernst zunehmendes Phänomen, dass in der Welt passieren mag, was solle, nichts und niemand verdrängt das ungebändigte Interesse der Menschen am Sport. Das ist irgendwo ganz wunderbar und irgendwo, ganz schön seltsam.

Juli

Terroranschläge in Nizza, München, Istanbul und hunderten anderen Orten. Die ganze Welt ist irgendwie in Atem, irgendwie ein bisschen ängstlicher und irgendwie ein bisschen weniger lebensfroh als noch ein Jahr zu vor. Das war natürlich ein Scherz. In Wirklichkeit haben alle Pokemon Go gespielt. Im Ernst, über Länder, Terror, Nachrichten, Vorwahlen und der tour de France hinweg, Pokemon Go schlägt sie alle. Keine Ahnung, was es da überhaupt zu googeln gibt – ist ja eigentlich selbst erklärender, als der weltweite Terrorismus.

 

August

… und dieser Trend setzte sich auch bis zu Ende des Sommers fort. Die olympischen Spiele brechen alle Rekorde, verständlich – immerhin gibt es hier ja auch jeden Tag neue Ergebnisse, die man googeln kann und die ganze Welt ist involviert.

September

Promi Big Brother?!

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Oktober

Was macht noch mal, wenn man schon immer auf diese eine Person stand und sie dann endlich wieder Solo ist? Richtig! Googeln! Das könnte ein Teil der Erklärung hinter hunderttausenden Suchanfragen nach Sarah Lombardi sein. Fragwürdige Taktik, wenn ihr mich fragt, aber erklärt ganz eindeutig warum nur sie gefragt war und nicht ihr Mann. Sorry. Ex-Mann.

November

Der Black Friday zieht in Deutschland ein, Ritter Sport druckt ein Einhorn auf seine Schokoladentafeln und alle flippen komplett aus. Achja und Donald Trump ist US Präsident geworden. Versteh ich komplett, dass man das vorsichtshalber noch mal gegoogelt hat. Eben nur, um ganz sicher zu sein.

Dezember

Ich rate mal:

dhl sendeverfolgung, geschenkideen unter 10 Euro, Muss man Weihnachtsbäume gießen?, welcher Wochentag ist der 24.? Urlaubspiraten Silvester.

 

Bis morgen.

 

 

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