#4 Die beste Zeit um ein paar Dinge zu erledigen

Aber wie?

Wäre das Leben ein Film, dann würde nun eine sehr schnelle Rückblende beginnen. Sie würde all die Augenblicke zeigen, in denen ich mir dachte: Ach, wenn die Feiertage erstmal vorbei sind und es etwas ruhiger wird, dann erledige ich das.

Ich gebe zu, dazu lass ich mich nicht oft hinreißen. Denn Feiertage hin oder her, wirklich ruhig wird es nie werden. Auch wenn es eigentlich irgendwie ruhig ist. Die Krux ist nämlich die: Desto mehr man macht, desto mehr macht man auch. Und desto weniger man macht, desto weniger macht man auch. Leute, die wie ich nach dem Abi lange freie Zeit hatten, bis sie etwas Neues begonnen haben, können das sicher nachfühlen: Wenn man an einem sonst freien Tag nur einen Punkt auf der Agenda zu erfüllen hat, ist es meist viel schwieriger, diese eine Sache auf die Reihe zu kriegen, als an hektischen Tagen 100 Sachen zu erledigen. Im Januar kollidiert dieses Problem mit den äußeren Umständen: Man hat zwar irgendwie mehr Zeit und schleppt noch To-Do Altlasten aus dem alten Jahr mit sich rum, aber irgendwie ist man nun schon so lange ohne deren Erledigung ausgekommen und irgendwie will man ja auch die Ruhe nach dem Sturm genießen – da beginnt dann das klassische Aufschieben. Und da entstehen auch die guten Vorsätze. Denn abgesehen davon alte Marotten abzulegen, die man auch jeder Zeit sonst ablegen kann, ist aber auch besonders im Januar einfach mal hilfreich seinen Arsch hochzukriegen.

Jetzt beginnt die Strategie.

Ich teile mal, was ich weiß und was ich nicht weiß.

  1. Vergesst die Planer.

Notizbücher sind super, wirklich. Aber die ToDo Listen und Organizer, die Kalender und Raster und Gitter und Blätter werden euch nicht helfen, wenn sie euch nicht schon immer geholfen haben. Eine Sache erledigt sich nicht schneller oder besser, nur weil sie aufgeschrieben wurde oder ihr euch Zeit und Ort genaustens überlegt habt.

  1. Weniger reden.

Kennt ihr diese Lustigen Pie Charts, in denen es zum Beispiel ums Lernen geht? 1%= Lernen. 99%= Leuten erzählen, dass ihr lernen müsst. Das beklagen oder bedauern, das kundtun und ankündigen per Tonspur im Büro, oder noch schlimmer – im Netz, wird ebenso wenig helfen euren Kram zu erledigen. Nur mal so am Rande.

  1. Bis zum neuen Jahr zu warten ist schlimm genug.

Nicht schon längst angepackt zu haben, was angepackt werden musst, nur weil Feiertage oder Termine da waren, ist schon schlimm genug. Und auch das hat die Sache nicht besser gemacht. Habt ruhig ein schlechtes Gewissen.

  1. Weniger denken.

Wenn ich mich an Zeiten des Nichtstuns und der Antriebslosigkeit erinnere, dann habe ich auch viel darüber nachgedacht, wie ich da rauskomme. Gewaltiger Fehler. Denn manche Gedanken helfen einfach nur, wenn man sie weggeschoben hat. Überlegt euch nicht wann und wie und warum, sondern steht jetzt, genau jetzt auf und fangt an zu arbeiten. (Aber bitte noch zu Ende lesen)

 

Also los jetzt. Macht einen Zahnarzt Termin aus, mistet euren Kleiderschrank aus, bringt das Altglas weg, ruft Oma an, öffnet eure Post, räumt eurer Bad auf, nehmt die Weihnachtsdeko ab und erfreut euch daran, keine ToDo Listen mehr zu haben.

 

 

Mega kurzes weniger-denken-mehr-machen- Q + A

 

Sarah, warum hast du einen Fulltime Jobs und schreibst trotzdem jeden Tag für den Blog?

Weil ichs kann.

 

Chillst du nie?

Doch. Ich guck voll gerne Filme und Serien im Moment. Stranger things zum Beispiel.

 

Schläfst du?

Mega gerne. Wenns geht auch mega lange. Meistens geht das.

 

 

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Ein Kommentar zu „#4 Die beste Zeit um ein paar Dinge zu erledigen

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