#5 Oder mal wieder zum Sport zu gehen

Warum es so schön ist, faul zu sein

Heute war ein guter Tag.

Ich hatte Gnocci Caprese beim Italiener zum Mittag und habe zwei Mal beim Kickern gewonnen.

Das war eigentlich mein Plan für heute: Ich wollte schon gestern Abend mit der BuzzFeed Clean Eating Challenge angefangen haben, heute zum Sport gehen und um 10 im Bett sein. Stattdessen habe ich in der Agentur Bier getrunken und habe nun eine mega leckere Tüte Chips zum Abend. Und außerdem eigentlich, wollte ich einen Artikel über Sport und Fitness schreiben, das lasse ich dann vielleicht auch direkt sein. Aber ich habe ein anderes Thema. Um also der Message von gestern ein bisschen mehr Nachdruck zu verleihen möchte ich über das Faulsein und das Seinlassen schreiben. Den Mut zur Lücke. Die Genugtuung darin einfach mal nicht zu tun, was richtig, oder gesund, oder vorgenommen oder der Plan war. Verdammt viele Menschen, haben sich das Lebensinhalt gemacht (im Hintergrund läuft Frauentausch), ich glaube das macht auf Dauer nicht glücklich.

Disziplin ist etwas Wunderbares. Dinge zu tun, die man tun möchte und tun sollte macht langfristig ziemlich glücklich. Genauso wunderbar, oder eben nur dann so wunderbar ist es, einfach mal nicht zu tun, was man sich vorgenommen hat. Seine eigenen Muster zu durchbrechen sollte weder Normalität noch Attraktion sein, aber man sollte diese Zeiten zu schätzen wissen.

Denn es ist am Ende egal worum es geht: Ums Essen, Sport, die Wohnung zu putzen, die Arbeit zu erledigen, seine Oma anzurufen: Ein Cheatday ist kein Cheatday mehr, wenn er einen festen Termin, einen Rhythmus, einen Platz im Leben oder einen Namen hat. Aber er macht auch keinen Spaß, wenn man sich deswegen mit einem schlechten Gewissen belastet.

Freunde, Chips, Bier und Kickern sind so schöne Dinge. Und heute, am Donnerstag ist es einfach nur geil, sich dem hinzugeben und danach nie wieder darüber nachzudenken.

Wenn man sich zum Beispiel auf YouTube, die durchtrainierten, Veganen, gesunden Menschen dieser Welt ansieht und sich deswegen schlecht fühlt ist man eben einfach selbst schuld. Ich glaube die Leute spielen und ein unnatürliches Roboter Leben vor, was weder gesund, noch normal ist. Wie versuchen das dann damit zu kompensieren, in dem wir das Faulsein zu einem Lifestyle ernennen. Das Internet ist deswegen mit Memes überschwämmt, die rechtfertigen sollen, dass dir uns ziemlich viel mit den Leuten befassen, dir wir als Vorbilder wahrnehmen sollten. Was dabei aber gerne vergessen wird, ist ein Vorbild herzlich wenig mit 100% zu tun hat. Anstatt und ein wenig von dem abzugucken, was angeblich so erfüllen ist, nehmen wir statt dem kleinen Finger gleich die ganze Hand, scheitern und tun dann so, als hätten wir den Versuch gar nicht nötig gehabt.

Ich glaube, wenn es darum geht ein Leben zu führen, das weder in die eine, noch die andere Richtung verschwendet ist, muss man sich daran erinnern das oft Mals auch der halbe Weg genug sein muss. Ausdauer heißt nicht, keine Pausen zu machen und nie auch nur einen Meter zurückzufallen. Aber Sprinter sind wir sicher nicht und schlechtere Sportler deswegen auch nicht.

Also machen wir uns nichts vor. Chips und Frauentausch sind heute nur schön, weil ich morgen dann zum Sport gehe. Clean Eating ab Sonntag. Wahrscheinlich.

In diesem Sinne. Bis morgen.

Danke übrigens für die Klicks und Likes und Followers und Kommentare und all das, was das hier besser macht. Und einfach. Und schöner.

 

Warum hat der Typ beim Frauentausch ein Prinzessinnen Kleid an?

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2 Kommentare zu „#5 Oder mal wieder zum Sport zu gehen

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