#7 Entdecke den Alltagsluxus

 

Muss man das kennen?

Nein. Und ja. Ich habe das mal recherchiert.

Dabei ist mir folgendes aufgefallen: Seit dem letzten Jahr gibt ein Phänomen was sich „Quantified Self“ nennt. Dabei geht um die Tatsache, dass der Mensch, näher die Millennials wahnsinnig interessiert daran sind, sich selbst zu ergründen und zu verbessern. Optimizing yourself ist eine Lebensaufgabe, die zwar stark nach Egobefriedigung klingt, in Wirklichkeit aber ein Mythos bleibt. Aber schauen wir uns mal das Wochenende hat: Die Erholungsoase des 21. Jahrhundert, die letztlich meist dazu dienst, Geld auszugeben was man nicht, Filme zu sehen, die man nicht mag, um sich davon abzulenken, dass man Dinge tun sollte, die schon eine ganze Woche warten konnte, um sich dann wieder darüber zu beschweren, dass morgen wieder Montag ist. Noch nie habe ich von einem Arbeitskollegen gehört, dass er gut darin ist, seine Wochenenden so zu nutzen, dass ihm die neue Woche etwas einfach oder besser von der Hand geht. Eigentlich ist das Wochenende auf Nachfrage immer nur zu kurz und gefüllt mit Dingen, die man eigentlich gar nicht machen will.

Mir geht das oft so, aber auch nicht immer.

Ich habe nämlich Glück im Unglück. Meistens nämlich arbeite ich am Wochenende noch als Kellnerin, wenn ich also nicht arbeite dann bekomme ich ein Geschenk, was wirklich großartig ist: Freie Zeit. Und obendrein habe ich gelernt, nicht den Fehler zu machen und zu meinen, dieses Geschenk mit außergewöhnlichen Dingen zu füllen. Denn es sind die kleinen Dinge.

Ausschlafen, Frühstücken, auf dem Markt einkaufen, meine Familie sehen, zum Sport gehen. Es ist alles eine Frage der Einstellung. Wer meint, dass Ausschlafen den Tag zersprengt, Frühstücken normal ist, der Markt voll und kalt ist und man die Familie nach Weihnachten schon satthatte, der hat damit ziemlich recht. Aber hierbei geht es einfach darum, sich um sich selbst zu kümmern. Erholung entsteht dann, wenn man sich Dinge einräumt, die sonst die Ausnahme sind. Viele denken an Wellness und Massagen, Sport und Strand, Spiel und Spaß. Ich denke dann einfach an Normalität.

Denn sein wir mal ehrlich: Ein Wellness-Trip, eine Massage, ein Leben ohne Streit und Stress, Weltfrieden und Sonderurlaub sind so eine große Aufgabe für sich, dass man sich damit die Erholung schon kaputt gemacht hat, bis sie überhaupt angefangen hat.

Der Winter ist die beste Zeit, sich um sich selbst zu kümmern. Denn auch wenn die Kälte nervt und die Dunkelheit depressiv macht, so ist der Winter ein Problem, was sich früher oder später hundert pro von alleine lösen wird. Grund genug also, um einfach zu genießen, dass man seiner Wege geht und das auch mal als Luxus genügen muss.

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