#19 Make Kaufentscheidungen great again

Über die große, große Markenliebe

Heute hatte ich quasi, sozusagen, praktisch, technisch gesehen, einen Tag frei. Das ist in letzter Zeit ein mittelmäßiger Luxus, weil ich verdammt viel freie Zeit habe, aber manchmal muss ein eben auch mal ein „ja“ akzeptieren und frei nach dem Motto „Fake it till you make it“, habe ich mir einen Tag geschenkt, an dem ich all die Sachen gemacht habe, die ich auch sonst so immer machen könnte.

In die Stadt fahren und ein wenig shoppen zum Beispiel. Mich hat dieses „Nach-Lust-Und-Laune“ bummeln auf ein Thema gebracht, was eigentlich einen sehr großen Stellenwert hat, komischerweise jedoch, bin ich bis dato nie auf die Idee gekommen, einen Artikel darüber zu schreiben. Es geht ums Kaufen und um Marken, um Entscheidungen und Emotionen. Ja, da spricht ganz tief unten in mir, die Werberin, die was von Emotionen beim Spülmittelkauf zu wissen glaub und da spricht ein Mensch, der sich gerne viele Gedanken über alles machen.

Ich kann von mir behaupten, dass Konsum ein Dauerthema ist in meinem Leben, was ich nicht nur lebe, sondern auch zelebriere. Damit meine ich keinen Kaufrausch, kein exzessives, „Alles kaufen, was ich mir leisten kann“, kein Wahlloses bestellen und kein hinterhergaffen von Neuheiten. Nein, mir geht es darum um sorgfältiges Wählen meiner Marken und Geschäfte. Ich liebe meine Marken.

Eier von Rewe, Gemüse vom Türken

Jede Woche findet man in meinem Kühlschrank mehr oder weniger das Selbe: Eier von Henne Bertha, Soja Milch vom DM, Mandeljoghurt vom Rewe, Gemüse vom Türken, Auberginen Brotaufstrich von Lidl. Ich kaufe diese Dinge, weil sie am leckersten, am günstigsten sind, das beste Gewissen machen, oder eben einfach weil.

DM- der Alleskönner

Im Gegensatz zu jeder Millennials Studie, die man im Netz so in die Finger bekommt, bin ich schon relativ Markentreu. Mein Pool von Lieblingen, sind in diesem Pool, was sie tun was sie tun, weil sie denken, wie sie denken, weil sie wirtschaften, wie sie wirtschaften. Ganz oben auf dieser Liste ist zum Beispiel dm. Ja, jeder kauft bei dm. Dm ist ja auch super. Ein Unternehmen, das wirklich verstanden hat, mit der Zeit zu gehen und vor allem, das verstanden hat, Verantwortung zu tragen. Ich weiß liebe Tierschütze rund Veganer, nicht alles ist gold was glänzt, aber für ein Unternehmen, was so oder so eine Monopolstellung hat, ist es schon Bemerkenswert, welchen Beitrag dm für Flora und Fauna leistet. Dieser Beitrag wird natürlich nicht bezahlt. (Schön wäre das).

Kurzum: Wäre neben meiner Haustür ein Rossmann, ich würde trotzdem bei dm kaufen. Und würden alle Produkte bei Rossmann 1 Euro weniger kosten, als bei dm, ich würde immer noch bei dm kaufen. Es sind ja letztlich auch die kleinen Dinge, die das Leben schöner macht. Und ja, mein wählt mit seinem Geld und es freut mich einfach, eine gute Wahl zu haben.

Monki, die große Liebe

Noch so eine Marke ist Monki. Ich habe ja zum 10-Jährigen Jubiläum einen Artikel über Monki geschrieben, der ein bisschen erzählt, wie und warum ich in meinem Leben mit Monki verbunden bin. Um als Teenager meiner Andersartigkeit ausdrücken zu können und heute um mein Geld einem Unternehmen zu schenken, welches mehr als nur Klamotten zurückgibt: Ein Gefühl von Glück, auf der Welt zu sein, so zu sein, wie man ist, eine Frau zu sein und letztlich auch anders zu sein. Und ja, auch Monki hat seine Monki Cares Kollektion, die seine Materialien aus regenerativen Quellen bezieht. Checkt vielleicht am besten den Artikel aus, eine große Liebeserklärung, für einen kleinen Laden im Limbecker Platz.

Es ist schon komisch, wie der Mensch des 21. Jahrhundert eine Beziehung so dem Symbol auf seinen Schuhen, zu seinen Teesorten im Vorratsschrank oder zu seiner Milch im Müsli eine Beziehung herstellt. Warum sind manche Menschen mehr Adidas, manche mehr Nike.

Adidas oder Nike?

A propos, ich trage zwar auch gerne Nikes, aber bin grundsätzlich eher Adidas. Es ist eine Mischung aus Kindheitserinnerungen und diesem Old-School-Flair sowie eine Priese Heimatlandliebe, die dieses Rennen gewinnt. Außerdem – Laufschuhe von Adidas. Cool Run. BOMB.com

Wo war ich? Richtig, Beziehungen zu Marken. Warum kaufen wir was kaufen, warum werden wir bei Drogerieartikeln Emotional. Warum folgen wir unseren Smoothie Marken auf Instagram, warum kaufen wir Merchandise von Einhorn Kondomen?

Wiesoweshalbwarum?

Social Media ist da sicher ein riesen Punkt. Mit diesem Wundersamen Raumschiff startet auch unser Joghurt in ein Universum, dass mehr birgt, als nur Zucker oder Obst. Sie können damit ihre Grenzen sprengen, in Bereiche unserer Leben Einflussnehmen, die sie vom Kühlregal aus nicht erreichen können. Sie können mit uns reden und wir können Antworten. Und, sie können uns kennenlernen und mit diesen Informationen bessere Joghurts werden. Dein Joghurt werden.

Es ist zwar kein Phänomen der letzten paar Jahrzehnte, dass die Menschen ihre Lovebrands haben, aber es ist mit Sicherheit stärker geworden. Früher war es das Vertrauen, die Geborgenheit, die Erinnerungen, mit der sich Nivea, Henkel und Coca Cola an die Spitze katapultiert haben, heute ist der Schein der blankgeputzten Instagram-Welt.

Was sind eure Lieblingsmarken? Was kauft ihr, obwohl es vielleicht bessere Alternativen gibt?

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2 Kommentare zu „#19 Make Kaufentscheidungen great again

  1. Marken und Markentreue spielt für mich auch eine sehr wesentliche Rolle – nicht nur, weil ich Marketing studiere. 🙂 Wenn ich Markenprodukte kaufe, dann sind das meistens Sportschuhe, Geldbeutel oder Taschen. Marke bedeutet für mich = teuer = geht weniger schnell kaputt, weil Qualität sehr hoch. Ob das anschließend auch so ist, kann ich nicht mit Gewissheit bestätigen! 🙂 Liebe Grüße, Julia 💟

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  2. Liebe Julia,

    ja- wir Marketing Menschen, können da ein Lied von Singen 😉 Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass Teurere Sachen, nicht automatisch länger halten, aber besser von mir behandelt werden. Kann man sich dann fragen, was besser ist 😉

    LG, S

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