#33 Run Sarah, Run!

Donnerstag! Die Sonne lacht, der Frühling naht, Zeit sich dieser Illusion so richtig hinzugeben.

Das Schöne an den ersten milden Tagen des Jahres ist, dass noch viele weitere, mildere Folgen werden. Viele fühlen sich ja an der Nase herumgeführt, weil man meint es wird Frühling, dabei dauert da ja dann noch einige Monate, aber ich finde auch eine kleine Kostprobe tut schon ihr übriges.

Lange Rede kurzer Sinn: Am ersten milden Tag des Jahres wird gelaufen. Uni, einmal um den See, Volksgarten und zurück – 7km und jeder einzelne Beweist, wie bitter außer Form ich bin.

Über die Saison

Auch wenn ich über den Winter gerne im Fitnessstudio weiter trainiere ist es trotzdem nicht dasselbe. Letztes Jahr habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben ein konkretes Ziel gesetzt: Jede Woche 3 Mal in die Laufschuhe, ab dem 01. April bis Ende Oktober. Ich nenne diesen Zeitraum nun mal „die Saison“. Kann man es jede einzelne Woche schaffen, drei Mal rauszugehen? Nein. Aber hilfreich an diesem festen Ziel ist das:

Wenn man weiß der 01. April kommt und danach folgen die Wochen der Zeit, in der man sich konkret darauf konzentrieren wird, was einem Spaß macht, dann ist es auch nicht so wichtig ob man nun 2 oder 3 Mal die Woche gegangen ist. Fakt ist, ist die Saison erst mal da, vergisst man sein Hobby nicht mehr so schnell und man hört auch nicht einfach längere Zeit wieder auf, denn es ist ja schließlich Saison. Und wenn Saison ist, wird gelaufen.

Über das Laufen an sich

Rennen, joggen, laufen. Run, run, run. Es ist ein Sport, den ich im selben Maße liebe und hasse. Ich finde es zum Beispiel wesentlich einfach sich an einem Scheißtag zum Schwimmen, oder Fußball spielen zu motivieren. Auf der Kehrseite kann das Joggen diesen Scheißtag aber auch zu 100% herumreißen. Wenn ihr ständig müde seid und nichts auf die Reihe kriegt, wenn ihr euch alle Naselang erkältet und irgendwie keine guten und keine schlechten Tage in eurem Leben habt, dann könnte dieser neue Sport die Lösung sein. So war’s zumindest bei mir.

Zurück zur Kehrseite der Kehrseite: Das Joggen selbst: Machen wir uns nichts vor, an den meisten Tagen ist dieser Sport ziemlich anstrengend. Es ist entweder zu kalt oder zu heiß, oder es regnet, oder man denkt nach 2 Minuten, man bricht zusammen, fühlt sich dann noch unsportlicher als ohnehin schon und gibt es wieder dran. Oder man schwitzt sich halb tot, einem wird übel aber, wenn man dann doch nicht weiterläuft hat man halt wieder gar nichts gemacht, dann lieber unfit bleiben oder weiter pumpen gehen.

Ja, es ist schon schwierig sich mit der ganzen Kiste anzufreunden. Ich für meinen Teil, bin mein Leben lang gerne gelaufen. Meine Mutter ist eine leidenschaftliche Spaziergängerin und hat mich immer mitgeschleift, bis ich es irgendwann selber mochte und erkannt habe, wie gut es mir tut. Aus dem normalen Laufen war die logische Konsequenz dann mit dem joggen anzufangen, mal mehr, mal weniger, bis ich aus der Schule raus war und richtig loslegte. Wenn ihr Bock auf diese Story habt, schaut mal hier.

Aber eben wegen dieser persönlichen Neigung, fällt es mir schwer euch zusagen, wie man es für sich einfacher machen kann, wie man das Joggen weniger hassen kann – denn gehasst, habe ich es eigentlich nicht. Stattdessen bekommt ihr eine Liste, mit den super Gründen sich auf die Saison zu freuen und dem Joggen einen extra Platz in eurem Leben zu widmen:

Super Liste mit Gründen, sich auf die kommende Saison zu freuen:

  1. Wenn ihr morgens lauft, werdet ihr das zwar in den Knochen spüren, aber auch die Energie mit durch den Tag nehmen. Das macht euch geistig fitter und den Büro Alltag erträglich. Wenn ihr abends lauft, schmeckt das Abendessen besser und ihr schlaft wesentlich besser. Ergo, Laufen ist so geil, weil es zu jeder Tageszeit geil ist.
  2. Ihr seid an der frischen Luft. Wisst ihr noch, warum Pokemon Go so viel Spaß gemacht hat? Genau, weil man einfach draußen war, wie früher in den Sommerferien. Mit dem Joggen ist das so ähnlich, ihr geht einfach wieder mehr raus. Und draußen ist ja immer besser.
  3. Ihr wisst, wie es euch geht. Klingt dämlich ist aber war: Wenn ihr regelmäßig am Joggen seid, wisst ihr auch sofort, wenn in eurem Körper gerade irgendetwas vorgeht. Ihr merkt genau wieviel Power ihr an welchen Tagen habt und warum. Ihr versteht, dass ihr keine Maschine seid, sondern auch Ups & Downs habt, die ihr im Alltag gar nicht merkt.
  4. Ihr schwitzt öfter. Gut für die Haut, gut fürs Immunsystem: Schwitzen heißt sich von innenheraus zu putzen.
  5. Ihr nehmt ab. Keine Fragen, oder?

Linkslinkslinks:

Was spannendes zum Runners High – kann man dran glauben, muss man aber nicht.

Noch mehr mega gute Gründe, hier.

Und noch etwas sehr interessantes aus dem Spiegel zum Thema Laufen und Depression.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s