Das Ende von Daily: Qualität vor Quantität

Ich hatte es ja ein paar mal angesprochen und damit war die Chose für mich schon klar, Daily ist nicht das, was es mal war und nicht das, was es werden sollte.

Ich habe mir dann eingeredet, dass es eben Sinn der Sache ist, in diesen Phasen besonders weiterzumachen und einfach abzuwarten, bis es wieder einfacher uns spaßiger wird – und genauso hatte ich es auch vor. Es hat mich also selbst überrascht, dass ich am Dienstag dann beschloss, Tag 44 bleibt auch der letzte Tag.

Warum genau?

Als ich am 01. Januar mir Daily anfing wollte ich ein paar elementare Probleme aus dem Weg schaffen: Motivation und Themenfindung. Ich dachte mir, wenn ich diese Probleme einfach bis ans Limit ausreize, dann würde ich eine Lösung finden. Wenn ich vorher Probleme hatte die Motivation und ein Thema für einen Artikel pro Woche zu finden, dann würde ein Artikel pro Tag mich so lange mit alles Wässern waschen, bis ich dieses Problem nicht mehr hatte. Und das hat auch funktioniert.

Daily hat mich gelehrt, dass es nie genug Themen gibt, über die man schreiben kann und dass auch der anstrengendste Tag kein Ende gefunden hat, bis nicht jeder Punkt auf der Liste durchgestrichen ist. Ich bin mir also darüber klargeworden, dass es keine Ausreden gibt, um einen Artikel nicht zu machen, um nicht zu machen, was ich machen will. Mit dem täglichen Schreiben, hat sich dieser Blog irgendwie in meinen Händen geformt und ein bisschen habe ich auch die Zukunft gesehen. Die Zahlen sind super, diese winzig kleine Community macht Spaß und das kontinuierliche Kreieren hätte so nicht besser laufen können.

Mit all diesen Tatsachen ist in mir aber ein noch weiteres Bedürfnis aufgekommen, was dem täglichen Schreiben einen Strich durch die Rechnung macht: Qualität. Und Qualität und Quantität können zurzeit leider nur sehr schwer nebeneinander bestehen.

Warum genau?

Wenn es etwas gibt was mich mehr nervt, als alles andere, dann ist es ein Thema anzuschneiden, ohne ihm gerecht zu werden. Das galt für Schule, für den Valentinstag, für Sport, für meine Gedanken zur Politik, für alle Artikel zu denen ich zwar eine gute Idee hatte, sie am Ende aber im Schlafanzug im Halbschlaf zwischen zwei Terminen schreiben musste. Mit diesem Stil boykottiere ich meine eigene Idee. Zu sagen, dass das tägliche Schreiben mir eine Challenge bieten soll, um mein Schreiben und meinen Blog besser zu machen und gleichzeitig gute Themen aus Zeitnot und Mangel an Muse für einen nicht auskorrigierten Einseite hinzugeben, ist einfach Blödsinn. Und mich nervt und frustriert das.

So gerne ich mir auch sagen würde, dass ich die guten, ausrecherchierten und mit Umsicht geschrieben Stories ja auch jeden Tag machen könnte, so ist die Realität ebenso, dass ich es nicht kann. Zum einen, weil mein 24 Stunden Tag auch mit reichlich anderem ausgefüllt ist und zum anderen, weil mir vielleicht auch oft der Abstand fehlt um mich mit echtem Interesse in eine Recherche reinzufuchsen.

Und wie geht’s dann weiter?

So wie jetzt auch. Nur ausführlicher. Ich schreibe so viel ich kann und so viel ich will, über was ich will und wann ich will. Aber der Upload Button passiert erst, wenn der Artikel, die Geschichte, das Thema fertig ist. Und nicht, wenn der Tag vorbei ist.

Mittwochs gibt’s weiterhin den Politikwoch auf sunnyonpolitics

Jeden Freitag findet ihr die Highlights und Tipps für euer Wochenende hier auf sunny.

Und alles andere kommt wie es kommt. Es wird regelmäßig kommen und bleiben, aber auch besser und mit mehr Hintergrundinfos, thematisch umfangreicher und seinem Rahmen gerecht.

Ich hoffe diese Entscheidung macht irgendwie Sinn und ich kann damit diesen Blog noch ein Stückchen weiter in meine Wunschrichtung drehen. In diesem Sinne, hören wir uns Morgen.

 

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