Zahltag! Über Japan, Karneval und alles was danach kommt

Am Veilchendienstag wirkt die Stadt zu Weilen ziemlich ausgewrungen. Sie ist überladen und erschöpft, verdreckt und tief erschüttern ob der Dinge, dessen sie dieses Wochenende Zeuge werden musste. Und viel frischer wirken auch die Bewohner nicht auf mich. Aber klar, wenn sich das ganze Rheinland 5 Tage lang pausenlos danebenbenommen hat, ist es verständlich, dass selbst der Weg ins Büro unangenehme Erinnerung wiedererweckt und man sich irgendwie noch nicht so richtig bereit fühlt, wieder ins echte Leben zurückzugehen. Gut, dass ich kein Karneval feiere.

Willkommen zurück, ich bin wieder da. Nach dem Ende von Daily, waren die Versprechen ja nicht weniger groß: Jeden Mittwoch Politikwoch, jeden Freitag Wochendprogramm, jeden Sonntag sunnysunday, wie in guten alten Zeiten. Aber was soll ich sagen? Ich brauchte echt ne Pause. Ich will mich aber jetzt auch nicht beklagen, oder euch mit meinen Bullshit-Ausreden langweilen, immerhin gilt es Schulden abzubezahlen, die ich mal in Chronologischer Reihenfolge angehen:

Euer Wochenendprogramm von letztem Freitag, was ihr entweder bitter gebraucht hättet, weil Karneval euch allen Spaß im Leben genommen hat, oder euch gar nichts genützt hat, weil auch ihr heute Morgen mit verstimmter Miene in der U-Bahn saßt:

  1. The Crown

Während meiner freien Tagen habe ich eine neue Serie entdeckt. Endlich. Sie wurde mir schon ewig und drei Tage vorgeschlagen und ich weiß gar nicht, warum ich mich so lange geziert habe, sie endlich anzusehen. In The Crown geht es um die junge Königin Elizabeth, vom Tod ihres Vaters an bis zu einem Punkt, den ich noch nicht kenne, da ich die erste Staffel noch nicht durch hab und ich auch nicht weiß, ob weitere Folgen werden. Das Tempo ist nach meinem Geschmack aber genau richtig, nicht zu langatmig, nicht zu schnell durchgerattert, Filmtechnisch einfach grandios erzählt und hervorragend besetzt. Ich muss dazu beichten, schon immer ein Faible für das britische Königshaus gehabt zu haben, denn die Heinrichs und Viktorias und Elisabeths dieser Welt wecken in mir eine ganze eigentümliche Wissbegierde, die ich nicht so recht erklären kann. Diese Eigenart nicht zu haben macht die Serie aber glaub ich nicht weniger gut, ist aber vielleicht eher was für Frauen. Gibt’s auf Netflix. Hier der Trailer:

 

  1. Die Geisha

Besonders in Zeiten des Japan-Hypes und der Lustigmacherei über super-fucking-strange Japan, wundert es mich, dass diese Thematik kein Come-Back erlebt hat. Viele kennen vielleicht den Film „Memoiren einer Geisha“, der eine Teil Landesgeschichte jenen näher bringt, die sich schwer tun, zu verstehen was auf dieser Insel vor sich geht. Andererseits jedoch, macht die ganze Geisha-Sache Japan nur noch merkwürdiger. Wenn ihr den Film, mal irgendwie um 2010 auf Kabel 1 mit einem Auge gesehen habt, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt euch auch das Buch von Arthur Golden zu besorgen. Wie die Erfahrung uns lehrt, gibt auch dieses Buch viel mehr her als der Film, erschlägt aber nicht durch seine Details oder Komplexität. Es ist zwar schon eine Weile her, dass ich es gelesen hab, aber ich erinnere mich daran, dass auch Die Geisha eine Themenwelt hat, die Bock auf mehr macht und irgendwie eine Neugierde weckt, von der man vorher gar nichts wusste.

Super Buch, super für die letzten kalten Tage. Gibt’s als Taschenbuch, kostet n‘ Zehner.

 

  1. Und als letztes noch ein bisschen Lebensratschläge

Besonders nach Feierei oder der ersten langen Urlaubslosen Strecke zwischen Weihnachten und dem Frühling, an den Regen-Tagen, wenn man den Eindruck hat, dass man seit November nicht mehr draußen gewesen ist, wegen der Frage, worauf man sich in nächster Zeit eigentlich freuen soll, gebe ich euch den Rat: Gönnt euch mal ne Pause. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft hilft, die Batterien einmal leer laufen zu lassen und dann in einem Schwung wieder aufzuladen. Wie beim Nokia 210. Stress dauerhaft abzubauen ist eine Aufgabe für Monate, wenn nicht sogar Jahre, aber Mutti’s alte Ratschläge, können auch heute niemanden Schaden: Bleib doch einfach mal zu Hause. Klingt langweilig und irgendwie nach altbürgerlicher Zeitverschwendung, hat aber auch zur Folge, sich wieder auf das einstig besondere freuen zu können. In Phasen der permanenten Selbst-Entschädigungen, wegen schlechtem Wetter, miesen Zeiten, schlimmen Horoskopen, macht der Überfluss uns irgendwie unempfänglich dafür, wieder zu merken, wenn es bergauf geht. Die Flasche Wein und Tüte Chips machen den Donnerstagabend zwar weniger grau und langweilig, den Freitag aber auch definitiv nicht besser. Nur mal so.

Okay, ich wäre dann fertig.

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Morgen! Ganz recht! Morgen, gibt’s den Politikwoch, wie immer. Donnerstag gibt’s dann den Sunnysunday von letzten Sonntag und Freitag das Wochenendprogramm für kommendes Wochenende. Da behaupte doch noch einmal jemand, Daily sei tot.

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